Aktuelles 2003

Endlich zumindest ein Zeichen!

Knast und Bewährungsstrafe für zwei mehrfach vorbestrafte Pädokriminelle des Vereins „Krumme 13”

am 25. März 2003, Amtsgericht Trier.

Beate Blumenthal, Vorstandsmitglied der Lobby für Menschenrechte e.V. und ein aktives Mitglied von Anti-KinderPorno e.V. waren vor Ort dabei!

Fakten:

Die einschlägig bekannten K13-Mitglieder Dieter G. (ehemaliger Bundesgrenzschützer und Gründer des Vereins K13) und Ilja S. (Mathematiklehrer, Vater von drei Söhnen) hatten einen Text („Werner”-Text) im Internet verbreitet, den sie selbst als harmlos bezeichnen, das Amtsgericht aber als kinderpornografisch ansah. Dieter G. muss für acht Monate ins Gefängnis. Die sechsmonatige Haftstrafe für den mitangeklagten Ilja S. wurde leider zur Bewährung ausgesetzt.

Der „Werner”-Text sei nur ein Erfahrungsbericht im Rahmen der „wissenschaftlichen Sammlung” PRD, wussten die Angeklagten vor Gericht zu berichten und forderten Freispruch.

Glücklicherweise ließen sich Richterin und Staatsanwalt nicht für dumm verkaufen; was nach unserer Erfahrung in Deutschland keineswegs selbstverständlich ist. Bei der Urteilsverkündung zeigten sich Angeklagte samt Anwalt überrascht. Das spricht Bände... und wie üblich gab es dann die gängigen Beschimpfungen für anwesende Kinderschützer/innen, um sich selbst zum Opfer dieser achso schrecklichen Gesellschaft zu machen. „Faschistoid” seien die Kinderschützer/innen u.v.m. Man kennt das. M.a.W.: ein Teil des Aggressionspotenzials von Pädokriminellen kam während und nach der Verhandlung ans Tageslicht. Das ist normal...

Bewertung des Urteils und weiter gehender Kommentar (von M. Gerstendörfer): Es ist ein gutes Zeichen, dass zumindest einer der Pädokriminellen in den Knast geht; ein wichtiges Stoppschild, da sich die Pädokriminellen immer sicherer fühlten (K13 beantragte sogar die Gemeinnützigkeit für den Verein...) und entsprechend frecher wurden. Auch ein gutes Zeichen ist, dass „nur Text” Gegenstand der Verhandlung war und sich endlich einmal jemand getraute, dies nicht in die Kategorie „Meinungsfreiheit” zu packen

Problematisch ist und bleibt, dass der Sumpf systematisch ausgetrocknet werden müsste. Dazu wären erhebliche Anstrengungen auf unterschiedlichsten Ebenen nötig. Wäre!

Problematisch ist und bleibt, dass man immer noch die fehlgerichtete Selbstbezeichnung „pädophil” der Pädokriminellen benutzt (das tun auch sog. Expert/innen vor laufender Kamera, wie z.B. die Dame von Schotterblume e.V. zum aktuellen Fall. Das BKA scheint sich mittlerweile zum Begriff „pädosexuell” hingezogen zu fühlen und übernimmt dadurch eine weitere Selbstbezeichnung der Pädokriminellen, deren Zweck klar ist: die Sexualisierung - und nachfolgende Bagatellisierung - übelster Kindesmisshandlung. Die Psychologie des Ganzen haben diese Menschen immer noch nicht begriffen!).

Die Mythen, die sich um sexualisierte Gewaltformen ranken, scheinen schwer ausrottbar zu sein. Solange man die aber nicht entlarvt und sie dorthin verbannt, wo sie hingehören (nämlich ins Reich von Mythen, Märchen und Sagen), solange wird man die Problematik dieser schweren Menschenrechtsverletzungen nicht in den Griff bekommen.

Kompatibel zu den Mythen sind sog. Behandlungsmethoden von sog. Sexualstraftätern, die von angeblichen Sexualstörungen ausgehen.

Ja haben denn professionell agierende Folterer, die in den Gefängnissen unserer Welt die sexualisierte Folter (mit ihren zahlreichen Methoden zum Zwecke der Zerstörung eines Menschen) auch nur Sexualstörungen? Sicher nicht.

Gleichwohl sind die Symptome der Opfer, ob nun im Gefängnis durch sexualisierte Gewalt malträtiert oder im heimischen Umfeld, höchst ähnlich; in vielen Fällen absolut gleich. Das gilt für die kurz-, mittel- und langfristigen Folgen!

Und hier ist das Zentrale:

man muss Gewalt (jedweder Form) aus der Perspektive der Opfer „beurteilen” und konzeptualisieren; nicht aus der Sicht der Täter oder der eher unbeteiligten Beobachter/innen.

Für die Opfer - egal ob Kind, Frau oder Mann - haben sexualisierte Formen der Gewalt mit Sexualität nichts zu tun. Vielmehr ist es DER Totalangriff auf ihr Intimstes, nämlich ihr „Ich”. Also ein Angriff auf ihr Energiezentrum, ihre Persönlichkeit, ihr ureigenstes Gefühlszentrum, das nur ihnen gehört und gehören sollte.

Genau das ist ja das Perfide an sexualisierter Gewalt: der Täter/die Täterin koppelt DURCH die Tat zwei Erlebniswelten aneinander, die voneinander unabhängig sind (sein sollten); verbindet zwei (eigentlich) disjunkte Kategorien: „Gewalt” und „Sexualität”. Therapeut/innen können ganze Arien davon singen, wie schwierig es ist, genau diese Kopplung wieder auseinander zu dividieren (und die Opfer sowieso!).

Und es ist geradezu logisch, dass die meisten Opfer sexualisierter Gewalt nie mehr fähig sind, eine gelöste, angstfreie und durchweg positive Sexualität zu erleben. Zu viele (potenzielle) Trigger und Flashbacks bestimmen ihr Erleben und Verhalten (ab dato!). Dieses Verbrechen, das durch solche Taten eben auch begangen wird, wird nie thematisiert.

Gerade bei Kindern ist das so fatal. Denn: die Tat (das Erleben ab dato!) verhindert von Anfang an, dass sie so etwas wie eine eigene, höchst selbst bestimmte Sexualität - basierend auf ihrer ganz eigenen Persönlichkeit - überhaupt erst einmal entwickeln können!

Was ist also dran am „Sex mit Kindern”?

Nichts.

Es ist kein Sex.

Es ist die wohl schlimmste Form einer Menschenrechtsverletzung

Die Tatsache, das Genitalien und andere intime Körperteile involviert sind, bedeutet eben nicht automatisch, dass es sich um Sex handelt; genauso wenig, wie eine Bratpfanne, die in einer Auseinandersetzung als Schlaginstrument involviert ist, das Geschehen automatisch zu einem Kulinarischen macht. Wer mit einer Bratpfanne zuschlägt, ist kein Koch, sondern ein Gewalttäter. Weil das Instrument zum Kochen „umfunktioniert” wurde

Sprache schafft Wirklichkeit/en. Sprache spiegelt Wirklickeit/en. Fangen wir doch wenigstens mit der ehrlichen Sprachführung an und benennen Kindesmisshandler als die, die sie sind, nämlich Kriminelle und Kindesmisshandlung als das, was es ist: kriminell!

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